Die Ausrüstung an Bord ist der eine Teil. Der zweite ist die Technik. Über den Winter lagernde Boote entwickeln typische Probleme: Batterien verlieren Kapazität, Dichtungen werden spröde, Anoden korrodieren weiter, Treibstoff wird alt. Eine vollständige Auswinterung umfasst:
Motor und Antrieb
Ölstand und Ölqualität prüfen, Filter wechseln, Impeller kontrollieren, Kühlsystem auf Frostschutz und Dichtheit testen. Bei Außenbordmotoren werden Schaft, Propeller, Lenkung und die Gummis auf Risse und Korrosion geprüft. Anoden gehören zu den Verschleißteilen, die regelmäßig getauscht werden müssen – sie schützen das Antriebssystem vor Korrosion und sind irgendwann „aufgebraucht“.
Propeller
Kavitationsschäden, also Ausbrüche an den Blättern, beeinträchtigen Leistung und Treibstoffverbrauch. Ein verformter Propeller fällt bei der Testfahrt sofort auf.
Elektrische Anlage
Batterien vollständig laden und auf Ladeverhalten testen. Beleuchtung, Bordelektronik, Bilgenpumpe und Navigationsinstrumente prüfen. Bei vorhandenem Landstromanschluss ist die periodische Elektroprüfung mit Attest fällig.
Treibstoffsystem
Tank, Leitungen, Filter und Entlüftung kontrollieren. Bei Einbautanks muss der Einfüllstutzen außerhalb des Bootes liegen, die Entlüftung mit Flammschutzsieb ausgestattet sein.
Unterwasserschiff und Rumpf
Ablassschraube auf Dichtheit prüfen, Antifouling-Anstrich bei Bedarf erneuern, Risse und Beschädigungen identifizieren.
Persenning, Polster, Beschläge
Reinigung, Imprägnierung und Sichtprüfung. Was über den Winter Schaden genommen hat, sollte vor der ersten Fahrt repariert oder ersetzt werden.